ArchForm, ein Softwareunternehmen für die Behandlungsplanung von transparenten Alignern, gab bekannt, dass es am 15. Oktober 2020 eine 3D-Druckfabrik für kieferorthopädische Aligner auf Abruf eröffnet hat und beschlossen hat, im Dezember an die Börse zu gehen.

ArchForm produziert Aligner zum halben Preis anderer Unternehmen, um Branchenführern wie Invisalign, Byte, Candid und SmileDirectClub Konkurrenz zu machen. Nach Angaben des Unternehmens werden ArchForm-Aligner durch robotergesteuerte Präzisionstechnik aus einem mehrschichtigen Kunststoffmaterial hergestellt und innerhalb von 10 bis 14 Tagen an einen bestimmten Kieferorthopäden geliefert.
Invisalign reduziert einige der Kosten einer Behandlung mit Metallzahnspangen. Die meisten Gewinnmargen der Kieferorthopäden werden jedoch von der Muttergesellschaft Align kontrolliert. Sie zahlen derzeit etwa 1.700 US-Dollar pro Patient an Invisalign, und andere Anbieter von transparenten Alignern folgen dem gleichen Schema. ArchForm ändert diese Preisstruktur. Mit ArchForm werden die Kosten für Kieferorthopäden, einen mittelschweren bis schweren Fall in der Praxis zu drucken, auf 542 US-Dollar reduziert, und jedem Patienten werden nur 14 US-Dollar berechnet.
Die Herstellung von Zahnspangen erfordert den Einsatz professioneller 3D-Software, um eine schrittweise Serie von 30 bis 40 Aligner-Modellen zu entwerfen, die die Zähne des Patienten auf der Grundlage der Scan-Daten anpassen können. Die Modelle werden dann 3D-gedruckt, und die eigentlichen Aligner werden durch Thermoformen von biokompatiblem Kunststoff über die Modelle hergestellt. Mit der Software von ArchForm können viele kieferorthopädische Praxen, die bereits 3D-Drucker besitzen, Geld sparen und Fälle mit automatischen Ein-Klick-Funktionen schneller planen.
Für Praxen, die nicht planen, in 3D-Drucker zu investieren, ist das neue Werk von ArchForm ideal für das Outsourcing der Aligner-Designs. Mit einem hochauflösenden 3D-Drucker, dreischichtigem Kunststoffmaterial und einem Roboter, der präziser ist als manuelles Trimmen, behauptet ArchForm, präziser geformte Aligner mit weniger sichtbaren Schichtlinien herzustellen.
Im Idealfall kann ArchForm Kieferorthopäden dabei helfen, digitale Scans beim ersten Termin des Patienten zu erstellen, die Aligner des Tages in ihren Praxislaboren 3D zu drucken und dann die verbleibende Behandlung an die Aligner von ArchForm auszulagern. Durch die Reduzierung der Wartezeit von sechs auf vier Wochen können Kieferorthopäden dadurch einen besseren Service bieten.
